Review: The Conjuring

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Ansehen? Nur für tolerante Naturen
Kaufen? Nein

Basierend auf einer “wahren Geschichte”, handelt der Film von einer siebenköpfigen Famile im Jahre 1971, die in ein Farmhaus einziehen und prompt von dämonischen Kräften terrorisiert werden. Nachdem die seltsamen Ereignisse zunehmend bedrohlich werden, richten sie sich an Ed und Lorraine Warren, zwei Ermittler des Paranormalen, um den Spuk aus dem Haus zu vertreiben.

Insbesondere bei Horror ist es so eine Sache, einen Film als “wahre Geschichte” zu verkaufen. Bei Conjuring bin ich dazu verführt, zu glauben das die Beteiligten wirklich davon überzeugt sind, das es sich hier um eine wahre Geschichte handelt. Immerhin sind sowohl die Perrons als auch Ed und Lorraine Warren echt, und die beiden letzteren (die auch in der oft verfilmten Amityville Horror angelegenheit involviert waren) sind “renommert” auf ihrem Gebiet.
Doch hier liegt auch das größte Problem des Films begraben. Für die einen “renommiert”, sind die Warrens anderswo eher als kontrovers angesehen, und das aus gutem Grund. Nicht nur das die ganze “paranormale” Community bestenfalls fragwürdig ist, haben sich über die vielen Jahre in der das Pärchen arbeitete und Bücher schrieb genug Hinweise dafür angesammelt, dass von ihnen geschilderte Ereignisse verdreht wurden. (Ausserdem haben sie mal versucht einen Mörder freizusprechen aufgrunde einer dämonischen Besessenheit…für die meisten leute schon ziemlich starker Tobak). Weiterlesen

Review: Sinister

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Ursprünglich veröffentlicht am 09.12.2012
Ansehen? Yup
Kaufen? Muss nicht, geht aber



Ethan Hawke ist ein Schreiber von Büchern über echte Kriminalfälle und um seinen vergangenen Erfolg zurück zu holen zieht er mit seiner Familie an den Ort eines grausamen Familienmordes. Schnell findet er auf dem Dachboden eine Kiste mit makaberen “Homevideos”, die diesen und andere Morde zeigen und die Dinge werden eindeutig eher schlimmer als besser.

Wer es nicht weiß, Sinister ist von einem Internet-Filmkritiker geschrieben und das merkt man auch tatsächlich, indem die Handlung nicht immer ganz den erwarteten Horrorfilmweg geht.
So sind die Charaktere zwar typische Genre-Schablonen, aber agieren nicht immer auf eine Weise, wie man es grade erwartet und es wird sich hier eindeutig bemüht, frisch und “glaubwürdig” ans Werk zu gehen.
Das Problem ist das “bemüht”…denn leider kann sich der Film dann doch von vielen der üblichen Klischees nicht lösen und vorallem Richtung Ende drängt sich die Handlung in altbekannte Richtungen, was nach dem spannenden Anfängen enttäuscht. Ich kann nicht weiter drauf eingehen ohne zu Spoilern, aber bei der finalen Enthüllung war ich doch frustriert zum gefühlten X-ten Mal…naja, das zu sehen was passiert.

Dennoch kann ich den Film empfehlen. Alles was man sieht, sowohl das frische neue als auch das etwas müde Alte, wurde sehr gut gemacht, es gibt einige Effektive Szenen und Schockeffekte (auch wenn viele leider vom Trailer vorweggenommen werden), hat gute Darsteller und ist ziemlich gruselig und spannend. Oh, und die Filmmusik ist FANTASTISCH. Im Gegensatz zu den eher vergessenwerten Scores der meisten Horrorfilme tritt dieser hier in den Vordergrund mit verzerrten Stimmen und wabernden Melodien, die, von seltenen Fällen wo sie ein wenig erschlägt, eine exzellente Stimmung schafft.

Es ist schade das der Film mehr sein könnte als er ist. Aber ähnlich wie der IMO ebenfalls frustrierende Film Insidious macht die Handwerkliche Umsetzung und die Effektivität des Ganzen das in so weit weg, das der Film immernoch ein gutes Stück über den Üblichen Horror-Schmu steht.

Review: The Bay

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Ursprünglich veröffentlicht am 18.03.2013
Ansehen? Auf eigene Gefahr
Kaufen? Nein

Inszeniert als „Enthüllungsvideo“ einer vertuschten Katastrophe, zusammengeschnitten aus „geleaktem“ Bildmaterial und nacherzählt von einer Augenzeugin, handelt „The Bay“ von einem kleinen Amerikanischen Fischerdorf, dass während dem Tag der Unabhängigkeitsfeier von mutierten Parasiten heimgesucht wurden die sich auf grausame Weise aus ihren Opfern herausfressen. (Nebenbei sei bemerkt, das es die Viecher, genannt Cymothoa exigua wirklich gibt und sie tatsächlich die fiese Eigenschaft haben, die Zungen ihrer Wirte zu fressen und zu ersetzen, auch wenn sie natürlich in ihrer normalen Form kleiner und ungefährlicher sind. Netter Touch).

Als Freund von „Found Footage“ Horrorfilmen (von denen es zugegebenermaßen sehr wenige gute gibt), war ich sehr angetan von der Idee eine Horrorgeschichte mit Hilfe von verschiedenen Videoaufnahmen, Protokollen und Fernsehberichten zu erzählen, statt wie üblich durch die Linse einer einzigen Kamera.
Doch leider ist dieses launig im Stile von „Truther“-Verschwörungsvideos wie „Loose Change“ inszenierte Spektakel dank schwacher Story und schwachem Writing nicht das, was ich mir gewünscht habe.
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Review: Ace Attorney

Originaltitel: Gyakuten Saiban

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Ursprünglich veröffentlicht am 13.09.2012
Ansehen? Yup
Kaufen? Kein Einspruch

Adaption der beliebten GBA/Nintendo DS Adventure Serie von Takashi Miike (Audition, Ryu ga Gotoku, Thirteen Assassins) um den Anfänger-Anwalt Phoenix Wright, der sich in einem eigenwilligen Justizsystem im Duell mit den Anklägern für das Unrecht seiner Mandanten kämpft.
In der Hauptsache hier eine Adaption des ersten Spieles, in dessen leicht veränderter Handlung es vornehmlich um den Mord an Phoenix Mentorin und dessen Hintergründe geht.

Auch wenn man es nicht unbedingt erwartet, es ist im großen und ganzen die bisher beste Verfilmung eines Videospiels bisher. Die Absurdität der Welt, der Charaktere und der gesamten Idee, Gerichtsdrama in einem Anime-artigen Licht zu präsentieren geht über bloße Parodie hinaus und lebt in seiner ganz eigenen Welt. Trotz dem vielen Humor wird aber auch nicht vor der manchmal düsteren Materie zurückgeschreckt.

Allgemein beweist Miike Liebe zum Detail und hält sich sehr nah an die Vorlage ohne sie zu kopieren, lässt sich aber auch Spielraum für einen eigenen Stil und eigene Ideen (und veralbert quasi seinen eigenen Film im Film in Form eines abgedrehten Flashbacks) und präsentiert das ganze sehr lustig und sehr sehr abgefahren.

Lob verdient zudem Phoenix Wright Darsteller Hiroki Narimiya, der sowohl als schusseliger Anfänger als auch als cleverer Investigator beweist, dabei ausgezeichnetes komödiantisches Timing hat und sein Gesicht verziehen kann das selbst Jim Carrey ihn Respekt zollen würde. Die anderen Anwälte im Spiel sind ebenfalls gut gecastet, nur manche Charaktere, insbesondere Detective Gumshoe, wirken einfach etwas seltsam.

Etwas gemischte Gefühle auch bei den englischen Untertiteln, einerseits ganz nett, das hier die Übersetzungen des Spiels beibehalten wurden, andererseits natürlich insbesondere für Aussenstehende umso seltsamer wenn man merkt das die gesprochenen Namen komplett anders sind als die im Untertitel. Ausserdem hatte die Übersetzung teils üble Grammatik und Rechtschreibfehler.

Alles in allem wie gesagt ein sehr unterhaltsamer und lustiger Film und darüber hinaus eine nahezu perfekte Umsetzung des Videospiels. Schon allein wegen der vielen Potenziell abgedrehten Justizvollzieher kann für mich eine Fortsetzung nicht früh genug kommen.

Review: Django Unchained

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Ursprünglich veröffentlicht am 22. Januar 2013
Leihen? Jo
Kaufen? Na sofort

Nachdem er vom deutschen Ex-Zahnarzt-jetzt-Kopfgeldjäger Dr. King Schultz im Austausch für Informationen befreit wurde, findet der als Sklave geborne Django gefallen daran Weiße für Geld zu erschießen, und nutzt seine neugewonnenen Fähigkeiten und die Unterstützung seines ungewöhnlichen Mentors um sich an Sklaventreibern zu rächen und bald darauf seine Frau Broomhilda (haha!) von Shaft (ha!) aus dem Besitz des sadistischen Plantagenbesitzers Calvin Candie zu befreien.

Django Unchained ist meiner Meinung nach Quentin Tarantino’s triumphale Rückkehr zum Erschaffen ehrlicher und unbeschämter B-Movie Homagen mit einem modernen Touch und einer Prise Cleverness.
Mit pre-Bürgerkriegs-Sklaverei als zentraler Angelpunkt werden hier klare Verhältnisse geschaffen, was eine Schwarz/Weiß Moralität des Themas angeht. Ungeschönt, aber auch nicht allzu exploitativ wird hier die volle Gnadenlosigkeit und schlichte Unmenschlichkeit im Umgang mit den Sklaven gezeigt und geklärt, was Recht und Unrecht angeht. Hier gibt es keine Kompromisse. Wer zwischen zwei Lagern steht, muss sich früher oder später entscheiden und die Konsequenzen tragen, was hier eigentlich immer in karthasischen Blutfontänen endet.
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Review: The Future

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Ursprünglich veröffentlicht am 15.Februar 2013
Ansehen? Vielleicht
Kaufen? Vielleicht

Als ein Pärchen in den Mittdreißigern beschließt, eine kranke, schwer hilfsbedürftige Katze zu adoptieren, wird ihnen bewusst, das die Zeit vor der Abholung vermutlich das letzte bisschen „Freiheit“ für ihr Leben bedeuten könnte und beschließen, in den letzten 30 Tagen ihr Leben zu überdenken und umzugestalten.
Prompt haben beide ihre ungeliebten Jobs gekündigt und neue Ambitionen gefunden, nur um schnell festzustellen, das sich diese in der Realität schwerer ausleben lassen als erahnt.

Miranda July, die hier sowohl Hauptdarstellerin als auch Schöpferin des Films ist, gibt diesem Film eine Art „magischen Realismus“, wie man es vielleicht aus solchen Dingen wie „Die fabelhafte Welt der Amelie“ kennt. Die kranke Katze ist die kratzige Erzählstimme, die Frau wird von einem Ihrer T-Shirts verfolgt und ihr Mann kann möglicherweise die Zeit anhalten. Doch diese quirlig-putzig-seltsamen Ideen werden hier mit der brutalen Realität auf Kollisionskurs gebracht. Die Träumereien des Pärches werden schnell als egozentrisch entlarvt, die Last-Minute-Lebensänderungen drohen schon im Ansatz zu scheitern (Die Art wie das angedachte Projekt der Frau durch Verunsicherungen und mangelnder Überwindung bereits im Entstehen scheitert, trifft unangenehm nahe an eigenen Erfahrungen, wo ich sicherlich nicht der einzige sein werde). Und am Ende führt die ganze Idee, wie soll es auch anders sein, nur zu Desastern.

Es ist ein erstaunlich depressiver Film, alles in allem, und auch wenn der Film mit seinen frechen Ideen manchmal interessante Sachen zu sagen hat und diese geschickt zu visualisieren weiß, so beißen sie sich doch sehr hart mit der gezeigten Handlung und können für jemanden, der nicht bei jedem bisschen visuellem Subtext gleich jubelnd vom Sitz aufspringt, nerven können.

So bleiben bei mir gemischte Gefühle zurück, da ich viele Einfälle sehr genossen habe, aber mich mit dem Gesamtprodukt nicht so ganz glücklich fühle.

Review: The Great Gatsby

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Ansehen? Yup
Kaufen? Vielleicht

Im Sommer 1922 zieht Nick Carraway nach New York um im Zuge des Wirtschaftsbooms mit Wertpapieren zu handeln. Doch allzuviel zum Arbeiten kommt er nicht, denn durch seine Cousine Daisy und ihren Mann Tom (der eine Affaire mit einer anderen Frau hat und dies kaum zu verbergen schafft) lernt er schnell das glamoröse Leben der New Yorker High Society kennen, das durch endlose Parties und exzessiven Alkohol bestimmt wird. Das heißeste Stadtgespräch ist dabei der junge Milliardär Jay Gatsby, Nicks Nachbar, der die größten Parties feiert und die teuersten Besitztümer hat, selbst aber sehr mysteriös und zurückgezogen ist.

Eines Tages wird Nick von Gatsby persönlich zu einer seiner Parties eingeladen und fasziniert ihn mit seiner charmanten Art und seinem ausufernden Lebensstil. Doch trotz einer erblühenden Freundschaft ist Nick nur ein Teil von einem großen Plan für Gatsby, dessen wahres Ziel Daisy ist.

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Review: Evil Dead

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Ansehen? Vielleicht
Kaufen? Vielleicht

Bevor die drogensüchtige Mia an ihrer Abhängigkeit, versuchen ihr Bruder und einige ihrer Freunde ihr mit einem kalten Entzug in einer abgelegenen Waldhütte. Diese wurde zuvor jedoch für ein grausames Ritual verwendet, und so entdeckt die Gruppe neben Kadavern und Gestank auch ein mysteriöses Buch voller reingekritzelter Warnungen vor selbigem. Da jedoch Mias Freunde zu einigen der dümmsten Vertreter der menschlichen Spezies gehören, liest einer von ihnen laut aus dem Ding vor und entfesselt einen Dämon, der nach und nach von den Charakteren Besitz ergreift und ihre Körper und Seelen mit äußerster Brutalität konsumiert.

Ich denke auch wenn es einladend ist ist es am vernünftigsten den Film für sich selbst zu nehmen statt als Remake eines Kultfilms, der vielleicht weniger von dem Endergebnis als dessen Produktionsgeschichte sowieso einzigartig ist. Weiterlesen

Review: Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt

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Ursprünglich veröffentlicht am
Ansehen? Yup
Kaufen? Vielleicht

Ein gigantischer Asteroid rast auf die Erde zu und die letzten Versuche ihn aufzuhalten (die Filmen wie Armageddon und Deep Impact ähneln) scheitern. Als Versicherungsverkäufer Dodge das hört und ihm seine Frau wortwörtlich wegläuft, klammert er sich an seinen zunehmend zusammenbrechenden Alltag. Bis er eines Tages auf Penny trifft, die am Ende bei Ihrer Familie sein wollte aber den letzten Flug verpasst. Durch Sie erfährt Dodge das eine alte Highschool Flamme ihm vor einigen Monaten geschrieben hatte, das er „die Liebe seines Lebens“ sei, und so tun sich die beiden zusammen, um sich auf den Weg zu ihren Zielen zu machen.

Diese Kömodie hat eine interessante Art dieses Thema mit morbiden Galgenhumor anzugehen, ohne dabei triefend zynisch oder verbittert zu sein. Das macht irgendwie es umso witziger, wenn gezeigt wird wie sich diverse Nebendarsteller (mit netten Gastauftritten von Rob Corddry, Melanie Lyskey, Patton Oswalt, Gillian Jacobs und weiteren) in „scheißegal“ Stimmung betrinken, Drogen reinziehen, sich offen beleidigen und Orgien feiern. Und auch in den Details liefert das Ende der Welt hier einige nette Gags.
In der Mitte davon steht Steve Carell, der eventuelle Albernheiten hier komplett an den Nagel hängt aber als stoischer „Straight Man“ immernoch tolles komödiantisches Timing liefert.
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Review: Ame & Yuki – Die Wolfskinder (Wolf Children)

Originaltitel: Ōkami Kodomo no Ame to Yuki
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Ansehen? Ja
Kaufen? Yup
(vorraussichtlich ab Juli in Deutschland auf DVD)

Studentin Hana verliebt sich in einen anderen Studenten, der ihr bald eröffnet das er ein Werwolf ist (oder Wolfsmensch, was auch immer besser passt…der Film hat keine Horrorelemente oder so). Dies stört sie wenig und so heiraten die beiden und haben zwei Kinder, das Mädchen Yuki und später der Junge Ame, die ebenfalls halb Wolf halb Mensch sind.
Kurz nach der Geburt des zweiten Kindes stirbt jedoch Hana’s Mann, was sie alleine in einer kleinen Wohnung zurücklässt mit ihren zwei Sprösslingen die sowohl Welpe als auch Kleinkind sind, was sie bestmöglich vor der Welt geheimhalten will. Als sich die Probleme häufen und das Jugendamt und Co. skeptisch werden, zieht Hana aufs Land in der Hoffnung, in einer semi-autarken Lebensweise ein freies und relativ normales Leben mit ihren Kindern führen zu können.

Sicherlich ist die Handlung kitschig und niedlich. Aber dank der Autor und Regisseur Mamoru Hosada, der mit exzellenten Filmen wie „Summer Wars“, „Das Mädchen das durch die Zeit sprang“ und seiner Arbeit an „Samurai Champloo“ mein derzeit liebster Name in Sachen Anime ist, hat das ganze neben vielen leichten komödiantischen Elementen eine teils erstaunliche Tiefe.
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Review: Die Sehnsucht der Falter

Originaltitel: The Moth Diaries
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Ansehen? Wenn man Fan von ist
Kaufen? Vielleicht

Das junge Mädchen Rebecca freut sich auf das letzte Jahr in einer abgelegenen Internats-Mädchenschule, wo sie mit ihrer SEHR engen Freundin Lucy zusammenlebt. Doch dann taucht Ernessa auf, eine seltsame neue Mitschülerin, zu der sich Lucy hingezogen fühlt während Rebecca misstrauisch ist.
Als beide Mädchen durch den passiven (oder vielleicht aktiven?) Einfluss Ernessas immer weiter auseinander treiben und in ihre eigenen Obsessionen gedrängt werden, häufen sich für Rebecca seltsame Ereignisse, und bald fürchtet sie ihre beste Freundin im wortwörtlichen Sinne zu verlieren.

Der Film eilt schnell zu der Schlussfolgerung, das Ernessa eine Art Vampir ist und macht das von vornherein mit dem Einfügen von Bram Stokers Dracula und später noch präziser dessen spirituellen Vorgänger „Carmilla“ als Lernstoff klar.
Doch trotz der gedrängelten Assoziation zerstreut der Film glücklicherweise schnell den Gedanken daran, das es sich hier um ein Zwischenstück von „Twilight“ und „Interview mit einem Vampir“ drehen könnte und verleiht dem Plot eine gewisse Bodenständigkeit und den Charakteren ein wenig Tiefe, die den Film zwar oft weit weg von „Horror“ und mehr Richtung „Drama“ treibt, aber eine interessante Interpretation von Vampirmythologie sowie eine wendungsreiche Handlung abliefert.
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Review: Star Trek Into Darkness

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Ansehen? An sich schon
Kaufen? Nein

Nach James T. Kirks triumphaler Schnellbeförderung zum Captain im Zeitlinien-verdrehendem ersten Teil bekleckert sich die Crew der Enterprise im aktiven Dienst nicht gerade mit Ruhm. Als jedoch die Karriere der jungen Raumfahrer am Ende angelangt zu sein scheint, taucht ein mysteriöser Terrorist namens John Harrison auf, der scheinbar in allen Dingen überlegen seinen früheren Arbeitgebern in der Sternenflotte herbe Tiefschläge versetzt.
Als sowohl Sie als auch Kirk persönlich schwere Verluste erleidet, wird die Enterprise mit der gefährlichen und moralisch fragwürdigen Mission beauftragt, in einem Vergeltungsschlag Harrison zur Strecke zu bringen.
Als dieser Auftrag zunehmend kompliziert und aussichtslos wird, merkt der junge hitzköpfige Captain schnell, das ihm die Situation über den Kopf wächst.

Schonmal einen Film gesehen der durch eine einzige Szene irgendwie ruiniert wurde?

Moment…ich fang anders an.
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Review: Stoker

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Ursprünglich veröffentlicht am 18.03.2013
Ansehen? Ja
Kaufen? Kann ich nur empfehlen

Der wohlhabende Architekt Richard Stoker stirbt am 18. Geburtstag seiner geliebten Tochter, der verschlossenen und etwas eigenen Außenseiterin India.
Zur Beerdigung taucht der ihr unbekannte und sehr mysteriöse Onkel Charlie auf um einige Zeit im Haus zu leben. Während ihre Mutter Evie den charismatischen Verwandten schnell als einen sehr willkommenen „Ersatz“ für ihren verstorbenen Mann empfindet, bleibt India skeptisch gegenüber dem eigentlich Fremden, der sich mit etwas zu sehr Interesse in ihr Leben drängt. Doch als India tatsächlich einige unheimliche Einblicke in die dunkle Seite ihres Onkels gewährt werden, entwicklelt sie eine zunehmende Faszination für ihn.
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Review: Das verborgene Gesicht

Originaltitel: La cara oculta
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Ursprünglich veröffentlicht am 26.Februar 2013
Ansehen? Vielleicht
Kaufen? Nicht wirklich

Der junge Komponist Adrian begegnet der Barkeeperin Fabiana und sie verlieben sich schnell ineinander. Doch als diese dann in sein luxuriöses Anwesen zieht, wird sie zunehmend argwöhnisch. Adrian scheint eigene Geheimnisse zu haben, vorallem im Bezug auf seine verschwundene Ex-Freundin, und auch im Haus geschehen seltsame Dinge.

…und hier ist das seltsame an dem Film…das oben ist mehr oder weniger die Prämisse der ersten 30-45 Minuten. Es gibt ein Überraschungselement des Films, aber…es ist nicht wirklich ein Überraschungselement für mich, denn offizielle Story-Zusammenfassungen, Trailer sowie DAS HINTERGRUNDVIDEO DER DVD verraten diese Überraschung bereits soweit das ich nichtmal wusste das es eine überraschende Wendung sein sollte.
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Review: Iron Man 3

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Ansehen? Yup
Kaufen? Keine schlechte Idee

Den Ereignissen von „The Avengers“ folgend, ist Tony Stark aka. Iron Man in den Augen der Öffentlichkeit inzwischen zu einem nahezu symbolischen Helden geworden. Doch er selbst hat die Ereignisse nicht so gut verkraftet wie er denkt und leidet unter sporadischen Panikattacken und Flashbacks die dazu führen das er sich 100% obsessiv auf die Entwicklung neuer und besserer Iron Man Rüstungen konzentriert.
Als die USA von plötzlichen Bombenanschlägen und dem Auftauchen eines Terroristen namens „The Mandarin“ erschüttert wird, macht sich Tony selbst zum Ziel der Angriffe und endet ohne seine Technologien und Ressorcen gestrandet irgendwo im nirgendwo, gejagt von scheinbar übermächtigen Gegnern.

Iron Man 3 ist nicht unbedingt in einer beneidenswerten Situation und macht es sich auch nicht einfacher. Nicht nur, das es die theoretische Fortsetzung eines lange Zeit für unmöglich gehaltenen Filmprojekts ist, das in vielerlei Hinsicht unmöglich von Iron Man 3 getoppt werden kann, es ist auch noch der notorisch immer schwierige dritte Teil der jetzt auch noch beweisen muss, das die Marvel Superhelden Filme auch noch in ihren „Einzel-Held-Filmen“ sehenswert ist. Zudem ist der Film selbst wieder losgelöster vom größeren Marvel Universum (Tatsächlich ist es der erste Iron Man Film ohne einen Auftritt von Fan Favoriten Samuel L. Jackson als Nick Fury). Und im Verlauf seiner Handlung tut er sich auch keinen Gefallen gegenüber eingefleischten Comicfans, mit einigen dramatischen Änderungen gegenüber der etablierten Mythologie, die bereits durch viele negative IMDB Reviews „gerächt“ wurden (pun intended).

Aber, um meiner Meinung nach fair zu sein, objektiv gesehen waren die Iron Man Filme schon immer problematisch. Iron Man 1 wäre in allen Dingen ein mittelmäßiger Film würde er nicht gerettet werden durch das großartige Casting, allen voran eben Robert Downey Jr., und Iron Man 2 war nur eine mäßig zufriedenstellende Fortsetzung, die dank der Versprechungen des kommenden Avengers Films und etwas kompetenteren Actionszenen ursprünglich recht leicht davonkam.
Man kann sich durchaus darüber streiten, aber ich finde das Iron Man 3 glücklicherweise den richtigen Weg geht und sich hauptsächlich darauf konzentriert, Spaß zu machen, was zwar oftmals auf Kosten von Handlung und Logik geht, aber so gut unterhält das das erst im Nachhinein etwas stört, wenn überhaupt.
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