Linktipp: Gamer blamieren sich, wenn sie EA als “schlimmste Firma” wählen

Am Wochenende erschien ein unerwartet exzellenter Artikel von der deutschen Version von IGN über die Wahl EAs als “Worst Company in America” durch das Verbrauchermagazin “The Consumerist”.

Den vollen, lesenswerten Artikel gibt es hier:
Worst Company in America: Warum EAs Sieg schlecht für uns ist (de.ign.com)

Einige Auszüge:

Es läuft zweifellos einiges schief im Hause Electronic Arts. Das Problem ist nur, dass die Umfrage vielleicht mehr über uns Gamer aussagt als über den Publisher.
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Nur durch konstruktive Kritik können wir dafür sorgen, dass sich unser Lieblingsmedium weiterentwickelt und sowohl Geschäftspraktiken als auch Spiele sich verbessern. Problematisch wird es aber, wenn wir die Perspektive verlieren. Dann wirken wir wie verzogene Kinder, die der Ansicht sind, dass ein paar mittelmäßige Spiele und Onlinezwang schlimmer sind als Obdachlosigkeit und zerstörte Leben, wie die Bank of America sie verursachte, die nur auf Platz zwei landete.
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Statt jemandem die Augen zu öffnen, sorgten Gamer mit ihrer Wahl lediglich dafür, dass große Publisher und Mainstream-Medien erneut eine Ausrede haben, Videospiele und Videospieler nicht ernst zu nehmen.

Ich stimme dem eigentlich voll zu. Das EA sich zunehmend größere Schnitzer auf Kosten der Kunden leisten, ist eine Sache. Aber wenn weinerliche Gamer eine eigentlich interessante Umfrage quasi sabotieren, weil ein großer, vielgescholtener Publisher es wagt, mittelmäßige Spiele rauszubringen (denn mal ehrlich, objektiv hat EA seit längerem kein “schlechtes” Spiel mehr rausgebraucht) und ein bisschen mit Gewinnmaximierung zu übertreiben…das ist einfach nur peinlich und beschämend für die, die die Firma schon zum zweiten Mal als DIE SCHLIMMSTE IN AMERIKA sehen.