Review: Another Earth

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Ursprünglich veröffentlicht am 22. Oktober 2012
Ansehen? Yup
Kaufen? Nein

Amazon.de schreibt zur Geschichte
Die angehende Astrophysikerin Rhoda verursacht einen Unfall, bei dem die Familie des Komponisten John Burroughs getötet wird. Getrieben von Schuldgefühlen sucht sie nach Verbüßung ihrer Haftstrafe Kontakt zu dem Mann, dessen Leben sie für immer zerstört hat. Verbunden durch die tragische Vergangenheit nähern sich die beiden einander an. Doch wie wäre es in einer anderen Welt ein neues Leben zu beginnen, das frei von Schuld und Trauer ist? Diese Frage beschäftigt Rhoda seit am Himmel ein gespenstisch blauer Himmel (Meine Güte, da klaue ich schonmal was von Amazon und die machen Mist…da sollte “Planet” stehen) aufgetaucht ist, auf dem die Wissenschaftler eine Parallel-Welt vermuten. Ist diese Entdeckung ihre Chance auf Erlösung und Vergebung?


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Another Earth ist manchmal fast schon auf schmerzhafte Weise Indie, mit mundfaulen und nicht so richtig symphatischen Charakteren, eigenartigen Szenen und dem komischen Bedarf der Protagonisten sich selbst in Häusern in dicken Klamotten zu kleiden (Subtext, vielleicht?). Und ja, wer hier einen harten oder weichen Sci-Fi Film erwartet, wird enttäuscht werden (vorallem wenn man sich als erstes die Frage nach Plausibilität und dem Effekt auf die Gezeiten durch einen Orbitnahen Planeten stellt….es ist unglaublich wie begriffsstutzig sich selbst durch Rottentomatos betitelte “Top Kritiker” beim Begreifen mancher Filme aufführen).
Dennoch empfand ich das die minimalistischen, aber fantastischen Bilder, die Atmosphäre der selbst auferlegten Isolation, der interessante Soundtrack und insbesondere das sehr gut gemachte Ende, das Plots clever verbindet und an die eher persönlicheren und dramatischen Geschichten der Original Twilight Zone Serie erinnert.
Das macht die Probleme des Films nicht ganz wett, liefert aber ein abgerundetes ganzes und eine positive Impression nach dem Film.

Alles in allem fühlt sich Another Earth auf eine seltsame Weise oftmals formularisch an im Sinne dessen selbstzweckhaft unkonventionell zu sein, doch trotz einiger Probleme ist der Film zumindest einmalig einen Blick wert, wenn man seine Dramen mit fantastischen Elementen oder seine Sci-Fi Filme als Metaphern mag.