Review: Das verborgene Gesicht

Originaltitel: La cara oculta
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Ursprünglich veröffentlicht am 26.Februar 2013
Ansehen? Vielleicht
Kaufen? Nicht wirklich

Der junge Komponist Adrian begegnet der Barkeeperin Fabiana und sie verlieben sich schnell ineinander. Doch als diese dann in sein luxuriöses Anwesen zieht, wird sie zunehmend argwöhnisch. Adrian scheint eigene Geheimnisse zu haben, vorallem im Bezug auf seine verschwundene Ex-Freundin, und auch im Haus geschehen seltsame Dinge.

…und hier ist das seltsame an dem Film…das oben ist mehr oder weniger die Prämisse der ersten 30-45 Minuten. Es gibt ein Überraschungselement des Films, aber…es ist nicht wirklich ein Überraschungselement für mich, denn offizielle Story-Zusammenfassungen, Trailer sowie DAS HINTERGRUNDVIDEO DER DVD verraten diese Überraschung bereits soweit das ich nichtmal wusste das es eine überraschende Wendung sein sollte.

Das erste Drittel dieses kolumbianisch/spanischen Films hat mich positiv überrascht, da es eine Art Grusel/Thriller Film beginnt, der sehr sehr subtil ist. Er vermittelt sehr gut das Gefühl des „Unwohlseins“ der Protagonistin ohne ihr zu viele Gründe dafür zu geben.
Unglücklicherweise ging meiner Meinung nach die Qualität des Films ein ganzes Stück runter sobald die eigentliche Handlung, die innovativ aber auch ein wenig hanebüchen wirkt, etabliert wird. Dies hauptsächlich dadurch das die Story erschreckend vorhersehbar wird und die Charaktere allesamt äußerst unsymphatisch werden was zu einem Ende führt das man sich so schon denken konnte und mich eher enttäuscht zurückließ.

Es ist eine ganz nette Idee und ich mag den Gedanken eines „realistischen“ Geisterfilms, aber neben dem ziemlich blöden, aber innovativen Setup für die Handlung selber kann die zweite Hälfte den guten Anfang nicht zufriedenstellend fortführen. Im Endeffekt zwar besser als ursprünglich erwartet, aber dann auch nicht wirklich umwerfend…kurzweilig, vielleicht.